Basisausbildung Begleithundeprüfung

Begleithundprüfung

Hier wird der Hund auf seine Alltagstauglichkeit überprüft. Dabei liegen die Schwerpunkte auf Verkehrssicherheit, Sozialverträglichkeit, Unbefangenheit und Gehorsam. Die bestandene Begleithundprüfung ist Voraussetzung für alle Hundesportarten und weitere Prüfungen

Viola mit Sansa im Training

Voraussetzungen

Vor Prüfungsbeginn muss der Hundehalter bei einem Sachkundetest zunächst nachweisen, dass er über das notwendige Grundwissen der Hundehaltung verfügt. Das Mindestalter des Hundes beträgt 15 Monate. Zur eindeutigen Feststellung der Identität des Tieres ist ein Chip oder eine Tätowierung erforderlich. Im VDH gilt für die Begleithundprüfung seit 2012 die Internationale Prüfungsordnung der FCI (Féderation Cynologique Internationale)

 

Ablauf der Begleithundeprüfung

Teil I – Theoretische Prüfung

Im ersten Teil der Begleithundeprüfung musst du dein Fachwissen über Hunde und Hundehaltung unter Beweis stellen. Bei mindestens 70% richtig beantworteten Fragen ist dieser Testteil bestanden. Dieser Sachkundenachweis ist von jedem Halter nur einmal zu erbringen und  dann auch bei anderen Prüfungen gültig.

Teil II – Identifikation des Hundes und Unbefangenheitsprüfung

Zu diesem Testteil gehört die Identifikation des Hundes mittels Tätowiernummer oder Chip.

Die Unbefangenheitsprüfung – auch Wesenstest genannt – kann außerhalb des Übungsfeldes durchgeführt werden, oder direkt vor dem nachfolgenden Teil auf dem Übungsfeld. Der Leistungsrichter oder der Ausbildungswart berührt hier deinen Hund und testet sein Verhalten hinsichtlich anderer Menschen und Hunde. Dein Hund sollte hier nicht ängstlich oder aggressiv reagieren.

  Prüfung beim uns auf dem Gelände

Teil III – Unterordnung

Nun folgt der Hauptteil der Begleithundeprüfung. Das Team Mensch-Hund wird hier auf dem Trainingsplatz beurteilt. Der Gehorsam deines Hundes wird überprüft. Hierzu zählen die Leinenführigkeit sowie die Freifolge (im Normalschritt und Schnellschritt, im Langsamschritt und in der Winkelarbeit. Dein Hund muss hier eng, freudig und aufmerksam neben dir laufen. Vor dem Beginn der Übung kannst du als Hundeführer ein Hörzeichen geben. Beim Stehenbleiben soll sich der Hund selbstständig neben dich setzen. Die Leine muss während der gesamten Übung leicht durchhängen; der Hund sollte eigenständig folgen.

In der nächsten Übung gehen dein Hund und du mehrfach durch eine Personengruppe hindurch und bleiben in der Nähe einer fremden Person stehen. Der Hund sollte sich selbstständig, gelassen und uninteressiert setzen. Die gleiche Übung wird anschließend ohne Leine durchgeführt. Es folgen noch zwei weitere Übungen ohne Leine, also in Freifolge.

Hierzu gehört die Sitzübung. Du läufst eine lange Gerade, bei der dein Hund in Fuß-Position folgt, und nimmst dann nach 10-15 Schritten eine Grundstellung ein, bei der du dem Hund das Kommando „Sitz“ gibst. Du entfernst dich daraufhin weitere 15 Schritte vom Hund und holst ihn anschließend wieder ab. Der Hund sollte aufmerksam sitzen bleiben, bis er das Kommando zum Folgen („Fuß“) bekommt.

Die zweite Übung ohne Leine ist das Ablegen in Verbindung mit Herankommen. Ausgangspunkt ist die 15 Schritte entfernte Position aus der Vorübung, dann nimmst du die Grundstellung ein, gibst das Kommando „Platz“ und entfernst dich weitere 30 Schritte. Anschließend rufst du den Hund zu dir. Dieser sollte sofort und zügig kommen und sich aufmerksam schauend direkt vor dich setzen. Nach dem Kommando „Fuß“ muss sich der Hund an deiner linken Seite setzen. Diese Übung wird meist von zwei Teams (Hund und Halter) gleichzeitig absolviert, wobei immer ein Besitzer seinen Hund „abliegen“ lässt. Hierbei lässt der Halter den Hund zunächst absitzen (mit dem Kommando „Sitz“), leint ihn dann ab und lässt ihn abliegen (meist mit dem Kommando „Platz“). Dann entfernt sich der Halter 30 Schritte und bleibt mit dem Rücken zu ihm stehen.

Bei diesen Übungen werden Punkte vergeben. Bei mindestens 70% der erreichbaren 60 Punkte (also bei 42 Punkten) hast du den Teil bestanden und die Prüfung kann fortgesetzt werden.

Teil IV –  Verkehrsteil

Im letzten Teil der Begleithundeprüfung testet man reale Außenbedingungen und dein Hund muss dabei ein gleichgültiges Verhalten zeigen. Der Prüfungsteil wird häufig an stark besuchten Orten wie Parkplätzen oder Bahnhöfen durchgeführt. Dein Hund soll dabei weder an der Leine zerren noch gezogen werden müssen. Oft werden noch zusätzliche Situationen wie ein Jogger oder ein Fahrradfahrer simuliert. Es wird zusätzlich eine Anbinde-Übung integriert, bei der der Hund alleine angeleint trotz verschiedener passierender Menschen mit und ohne Hund ruhig und gelassen bleiben soll.

Wenn alle Prüfungsteile bestanden sind, hast du die Begleithundeprüfung bestanden.

 

 

Quelle: https://www.zooroyal.de/magazin/hunde/begleithundepruefung/